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L-Arginin erhöht die körperliche Leistung und Gesundheit

von Vital Plattform am 22. November 2019

L-Arginin ist eine Aminosäure, die der menschliche Körper benötigt. Er kann sie teilweise selbst herstellen. In manchen Fällen reicht die Menge, welche der menschliche Organismus produziert, jedoch nicht aus. Personen, bei welchen ein erhöhter L-Arginin Bedarf besteht, können mit einer Zufuhr den entstandenen Mangel decken. Im nachfolgenden Bericht wird auf die positiven Aspekte von L-Arginin eingegangen.

L-Arginin erhöht die körperliche Leistung und Gesundheit
© Cesar Galeão - Pexels

Die Verarbeitung von L-Arginin im menschlichen Körper

L-Arginin gehört zu den semi-essenziellen Aminosäuren. Der menschliche Organismus kann diese teilweise selbst herstellen. Bei Personen allerdings, die sich einer physisch anstrengenden Sportart aussetzen oder sich in der Regenerationsphase befinden, ist die Eigenherstellung überfordert, sodass der erforderliche Tagesbedarf nur erschwert erreicht werden kann. Die genannten Prozesse verlangen eine höhere L-Arginin-Menge.

Die Wirkung der hochwertigen Aminosäure L-Arginin

L-Arginin besticht mit ihrer anregenden Wirkung auf den menschlichen Organismus. Ferner weitet L-Arginin die Gefäße. Die genannte Gefäßerweiterung sorgt für ein schöneres Erscheinungsbild sowie für eine Steigerung des inneren Wohlbefindens. L-Arginin punktet des Weiteren mit einer Verbesserung der Nährstoffzufuhr in die Muskelzellen und erhöht somit die Leistungsfähigkeit. Die Aminosäure leistet deshalb einen erheblichen Beitrag zum Muskelaufbau, Fettabbau und zu einer signifikanten Stärkung der Immunität.

 

 

L-Arginin kann sich positiv auf die Ergebnisse von Leistungssportlern auswirken

Forscher haben in ihren Studien die verbesserte Nährstoffversorgung der Muskeln genauer unter die Lupe genommen. Sie haben sich dabei auf Skilangläufer konzentriert. Dabei verabreichten sie den Sportlern L-Arginin. Sie stellten während des Experiments eine Steigerung der zurückgelegten Übungsstrecke um stolze acht Prozent fest. Die Skilangläufer verkürzten die Laufzeit der jeweiligen Strecke um ganze sechs Minuten. Weitere Analysen haben ein ausgiebigeres Durchhaltevermögen der Sportler belegt. Die längere Ausdauer geht auf den förderlichen Effekt sowie auf die größtmögliche Sauerstoffaufnahme dank des L-Arginins zurück.

Sowohl Hochleistungssportler als auch Hobbysportler wissen, dass sie nicht in jedem Training mit einer Höchstleistung glänzen können. Zu den elementaren Grundlagen gehört jedoch eine zufriedenstellende Belastung und Reizsetzung, um hinterher mit einem guten Muskelaufbau zu strahlen. L-Arginin fungiert als wertvolles Hilfsmittel bei einem körperlich anstrengenden Training. Diejenigen, die auf eine ausreichende L-Arginin Zufuhr achten, können selbst intensive Workouts erfolgreich meistern.

In einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahre 2009 mit dem Titel „Dietary L-arginine supplementation reduces white fat gain and enhances skeletal muscle and brown fat masses in diet-induced obese rats“, veröffentlichte Jobgen W. mit seinen Kollegen interessante Ergebnisse über die Wirkungsweise des L-Arginins im Hinblick auf den Muskelaufbau und die Fettverbrennung. Wissenschaftler führten das Experiment mit Ratten durch, indem sie diesen eine bestimmte Menge an L-Arginin verabreichten. Ferner stellten die Forscher eine interessante Verschiebung der Gewichtsverteilung im Körper fest. Man stellte fest, dass die tägliche L-Arginin-Einnahme die Fettverbrennung und den Muskelaufbau verbesserte. Dieser Effekt maximiert sich vor allem in Kombination mit Krafttraining.

Der chinesische Wissenschaftler namens Tan führte ebenfalls eine Studie durch, um den Zusammenhang unter Zuhilfenahme von L-Arginin zwischen Fettabbau und Muskelaufbau zu bestätigen. Den Anlass für dieses Experiment stellte die stetig wachsende Anzahl von übergewichtigen Personen weltweit dar. 

L-Arginin kann sowohl das Immunsystem als auch den Muskelaufbau stärken

L-Arginin hilft nicht nur beim Muskelaufbau und Fettabbau, sondern stärkt auch das Immunsystem um ein Vielfaches. Untersuchungen belegten eine deutlich stärkere Aktivität der Abwehrzellen. Bei Wundheilungen stellten Wissenschaftler eine verstärkte Kollagenbildung fest.

In ihren Studien begutachteten Wissenschaftler auch die Wirkung von L-Arginin im Hinblick auf die Gefäßerweiterung. Das Molekül von L-Arginin besteht aus vier verschiedenen Stickstoffgruppen. Deshalb gehört L-Arginin zu den strickstoffreichsten Aminosäuren. Diese einzigartige Zusammensetzung ermöglicht eine Stickstoffmonoxid Umwandlung (NO). NO besticht mit seiner Wirkung auf die speziellen Enzyme, die sich in den Muskelzellen befinden. Die Wirkungsweise verursacht ein Erschlaffen der Gefäßwände. Dieser Vorgang sorgt zugleich für eine Erweiterung der Gefäße, wodurch diese wiederum besser in der Lage sind, sowohl Flüssigkeiten als auch Nährstoffe aufzunehmen. Auf diese Weise funktioniert der bekannte „Pumpeffekt“ in einem anstrengenden Training, in welchem die geforderte Muskelgruppe sichtbar anschwillt. Nicht nur Athleten, sondern auch Freizeitsportler empfinden den Pump als angenehm und motivierend. Sie nutzen die positive optische Veränderung ihres Körpers als Motivation, weiterhin im Training am Ball zu bleiben. Durch den Pump verbessert sich zudem der Muskelquerschnitt, was einen effizienteren Hebel auf die Sehne verursacht. Somit können höhere Lasten bewältigt werden.

Die Aminosäure L-Arginin kann durch das Provozieren der Produktion von Lymphozyten die Immunität stärken. Die bereits erwähnte Transformation von L-Arginin zu Stickstoffmonoxid (NO) regt das Abwehrsystem an. Das liegt an der antibakteriellen Wirkung von L-Arginin. Außerdem ermöglicht die chemische Zusammensetzung ein einfaches und schnelles Durchdringen der Zellwände, das wiederum gegen eintretende Infekte ankämpfen kann.

 

 

L-Arginin kann mit einem geeigneten und regelmäßigen Krafttraining den Aufbau einer Muskulatur fördern. Wie bereits erwähnt steigert die effektivere Versorgung der Muskelzellen die Leistungsfähigkeit der Trainierenden. Auf mittlere Sicht sind die Sportler dazu in der Lage, ihre genutzten Gewichte innerhalb eines deutlich kürzeren Zeitraumes zu erhöhen. Auf diese Weise regen sie einen schnelleren Muskelaufbau an. Dieser kann optimiert werden, wenn L-Arginin mit anderen aufbau- und leistungsfördernden Nahrungsergänzungsmitteln wie Coenzym-Q10, Beta-Alanin oder Kreatin kombiniert wird. Die genannten Nahrungsergänzungsmittel entfalten ihre volle Wirkungsweise dank der Gefäßerweiterung von L-Arginin. Ferner unterstützt die Aminosäure die Ausschüttung der Human Growth Hormone. Im Jahre 2008 belegte Kanaley in einer durchgeführten Studie diesen Sachverhalt. Die Verabreichung von L-Arginin belief sich dabei auf einer Spanne zwischen 5 und 9 Gramm. Der Versuch bestätigte des Weiteren, dass ein effektives Krafttraining die größten Erfolge auf die HGH-Ausschüttung erzielt. Das genannte Hormon entsteht in der Hirnanhangdrüse. Es verantwortet alle Wachstumsprozesse im Körper, zu welchen auch der Muskelaufbau und der Fettabbau gehört.

Darstellung eines erfolgreichen Einnahmeschemas, welches die bestmögliche Wirkung von L-Arginin garantiert

Sportler konsumieren zwischen drei und fünf Gramm L-Arginin, ehe sie mit ihrem Krafttraining beginnen. Sie können es jedoch auch eine Stunde vor dem Schlafen einnehmen. L-Arginin gewährleistet eine verbesserte Durchblutung und Regenerationsphase zugleich. Es kann auch in Ruhephasen die Wachstumshormonausschüttung begünstigen. Die zusätzliche Einnahme von Magnesium erhöht die Fettverbrennung während des Schlafens.

Lebensmittel, die mit einem hohen L-Arginin-Gehalt punkten

L-Arginin ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Deshalb kann eine abwechslungsreiche und vielfältige Ernährung den Bedarf an L-Arginin decken. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die L-Arginin-Menge je 100 Gramm.

Pos. L-Arginin-Gehalt in Lebensmittel pro 100 g Pos. L-Arginin-Gehalt in Lebensmittel pro 100 g
1. Kürbiskernprotein Mehl 15100 mg 26. Mohn 1900 mg
2. Hanfproteinmehl 12500-9200 mg 27. Rind (Filet) 1900 mg
3. Süßlupinenmehl 11000 mg 28. Walnuss 1700 mg
4. Erdnussmehl (entfettet) 6240 mg 29. Mungbohnen 1670 mg
5. Sesammehl (fettreduziert 5980 mg 30. Cashewnuss 1600 mg
6. Kürbiskerne 5353 mg 31. Kalbsfleisch 1540 mg
7. Sonnenblumenkernmehl (fettreduziert) 5070 mg 32. Rindfleisch 1540 mg
8. Hanfsamen 4550 mg 33. Macadamianuss 1400 mg
9. Spirulina 4150 mg 34. Hähnchenbrust 1350 mg
10. Chlorella 3670 mg 35. Adzukibohnen 1280 mg
11. Erdnüsse 3460 mg 36. Pekanuss 1180 mg
12. Mandeln 2750 mg 37. Kokosnussfleisch (getrocknet) 1130 mg
13. Sesambutter (Tahin) 2520 mg 38. Kakaopulver 1100 mg
14. Bockshornkleesamen 2470 mg 39. Quinoa 1090 mg
15. Pinienkerne 2413 mg 40. Amaranth 1060 mg
16. Leinsamen 2400 mg 41. Erbsen 1060 mg
17. Mandelbutter 2380 mg 42. Edamer 1030 mg
18. Sesam 2200 mg 43. Buchweizen 970 mg
19. Linsen 2240 mg 44. Buchweizenmehl 935 mg
20. Chiasamen 2140 mg 45. Nackthafer 850 mg
21. Paranüsse 2140 mg 46. Haferflocken 850 mg
22. Pistazien 2130 mg 47. Eier 840 mg
23. Sonnenblumenkerne 2100 mg 48. Senfsamen 800 mg
24. Haselnüsse 2030 mg 49. Weizen 620 mg
25. Cashewmus 2000 mg 50. Grünkohl 300 mg

Mögliche Nebenwirkungen von L-Arginin

L-Arginin wird vom menschlichen Organismus selbst hergestellt als auch über natürliche Lebensmittel-Eiweiße aufgenommen. Aus diesem Grund ist es nicht toxisch. Wird die Verzehrempfehlung befolgt, so treten keine Nebenwirkungen auf. Der bereits beschriebene Pump-Effekt während des Trainings gehört zum erwünschten Nebeneffekt und Motivationsfaktor.

Dosierempfehlung von L-Arginin

Die Herstellerangaben erweisen sich bei der Dosierung als hilfreich. Diesen sollten auf keinen Fall überschritten werden. Bei einer Einnahme von 15 Gramm vom L-Arginin sind mit keinen Nebenwirkungen zu rechnen. Sportler, die jedoch irgendwelche Unverträglichkeiten feststellen, sollten die Einnahme augenblicklich beenden.

 

Fazit

L-Arginin amtiert als eine hochwertige Aminosäure, die den menschlichen Organismus in der Regenerationsphase nach einer Erkältung unterstützen kann. Außerdem kann sie zu einer Steigerung der Immunität und einer Verbesserung der Ergebnisse von Leistungssportlern beitragen.

 

Quellen (10)

  1. Bailey SJ et al., "Acute L-arginine supplementation reduces the O2 cost of moderate-intensity exercise and enhances high-intensity exercise tolerance." (2010), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20724562 , 30.01.2019.
  2. Hulya Yaman et al., "Effects of oral L-arginine supplementation on vasodilation and ?O2max in male soccer players" (2010), https://www.researchgate.net/publication/311778034_Effects_of_oral_L-arginine_supplementation_on_vasodilation_and_O2max_in_male_soccer_players , 30.01.2019.
  3. Jobgen W et al., "Dietary L-arginine supplementation reduces white fat gain and enhances skeletal muscle and brown fat masses in diet-induced obese rats." (2009), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19106310 , 30.01.2019.
  4. Barbul A et al., "Arginine enhances wound healing and lymphocyte immune responses in humans." (1990), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2382229 , 30.01.2019.
  5. Kanaley JA., "Growth hormone, arginine and exercise." (2008), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18090659 , 30.01.2019.
  6. Bi'e Tan et al., "Regulatory roles for L-arginine in reducing white adipose tissue" (2012), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3422877/ , 30.01.2019.
  7. Tan B et al., "Dietary L-arginine supplementation increases muscle gain and reduces body fat mass in growing-finishing pigs." (2009), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18683021 , 30.01.2019.
  8. Alireza Zandifar et al., "Comparison of the effect of topical versus systemic L-arginine on wound healing in acute incisional diabetic rat model" (2015), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4468226/ , 30.01.2019.
  9. Hurt RT et al., "L-arginine for the treatment of centrally obese subjects: a pilot study." (2014), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24409974 , 30.01.2019.
  10. Alba-Roth J et al., "Arginine stimulates growth hormone secretion by suppressing endogenous somatostatin secretion." (1988), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2903866, 30.01.2019.
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