Gesundheit

Vitamin D3 und Magnesium - Nur so entfaltet Vitamin D sein volles Potenzial

von Vital Plattform am 30. August 2019

Damit Magnesium oder Vitamin D optimal vom Körper aufgenommen, verwertet und wirken können, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Es ist also nicht hilfreich, irgendwelche isolierten Vitamine oder Mineralien zuzuführen, denn diese sind oftmals für den Organismus nicht oder nur eingeschränkt verwertbar. Im Hinblick auf eine optimale und langanhaltende Wirkung ist das Wissen darüber also langfristig sehr hilfreich.

Vitamin D3 und Magnesium - Nur so entfaltet Vitamin D sein volles Potenzial
© Pixabay

Viel mehr als bloß Kalzium

Viele für den menschlichen Organismus wertvollen Supplemente entfalten ihre volle Wirksamkeit nur unter Anwesenheit von sogenannten Cofaktoren. So ist es beispielsweise erwiesen, dass Beta-Carotin nur unter Anwesenheit bestimmter Fettsäuren verstoffwechselt werden kann. Beim Mineralstoff Magnesium und beim Vitamin D verhält es sich ganz ähnlich. Auch hier sind für die optimale Bioverfügbarkeit die Cofaktoren essenziell. Bei Magnesium spielt darüber hinaus auch die chemische Bindung eine große Rolle, damit die Körperzellen das Mineral optimal verwerten können. Während beispielsweise Magnesiumcarbonat nur eingeschränkt von den Körperzellen verwertet werden kann, wird Magnesiumcitrat optimal in den Stoffwechsel eingeschleust. Folglich sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur die gewünschten Mineralien, Vitamine oder Spurenelemente, sondern auch deren bekannte und nützliche Cofaktoren in einer ausreichend hohen Dosierung enthalten sind.

Bei der physiologischen Ausnutzung von Kalzium verhält es sich ganz ähnlich. Die Kumulation, also die Anreicherung und der Erhalt eines optimalen Kalzium Blutspiegels ist gleich von mehreren, sogenannten humoralen Faktoren abhängig. Der Einstrom des Minerals durch die Zellmembran wird darüber hinaus auch hormonell gesteuert. Komplizierte Reaktionskaskaden sorgen dafür, dass Abweichungen in der Konzentration korrigiert werden, sofern alle physiologischen Voraussetzungen dafür auch geschaffen wurden.

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass sich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, also auch Magnesium, Eisen, Zink oder Kupfer gegenseitig in ihren Wirkungen beeinflussen. Vom Vitamin K2 ist beispielsweise bekannt, dass es für den Knochenaufbau und Knochenerhalt mindestens ebenso wichtig ist wie Kalzium oder Magnesium. Denn ohne Vitamin K2 als Cofaktor wäre die Einschleusung von Kalzium in die Knochenzellen, Osteoblasten, gar nicht möglich.

 

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Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Vitamin D durch Magnesium besser aufgenommen

Patienten mit einer chronischen Niereninsuffizienz werden oft zusätzlich mit Calcitriol behandelt. Dabei handelt es sich um eine aktive Form von Vitamin D. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass eine Störung der Nierenfunktion die Umwandlung von Calcidiol zu Calcitriol nicht zulässt. Gerade im Fall von bestimmten Formen einer Niereninsuffizienz existiert scheinbar eine signifikante Interaktion zwischen Magnesium und Vitamin D. Dieser Umstand sollte bei allen therapeutischen Maßnahmen mehr berücksichtigt werden. Die Mortalitätsrate(Sterberate) sinkt, wenn eine Supplementierung mit Magnesium in einer ausreichend hohen Dosierung erfolgte. Bei Ratten mit Niereninsuffizienz konnte darüber hinaus nachgewiesen werden, dass die Gabe von Magnesium schädliche Auswirkungen hoher Gaben von Calcitriol deutlich abmildern konnte.

 

Der Einfluss von Mangel an Magnesium auf den Kalzium- und Vitamin D Haushalt

Die genauen Interaktionen von Vitamin D und Magnesium wurden bislang noch weniger gut untersucht. Genau zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer Studie zu Interaktionen von Supplementen. Ein Ergebnis der Studie fällt ebenfalls besonders auf. Nämlich die Tatsache, dass Menschen, deren Ernährung hauptsächlich aus industrieller Kost und Fertignahrungsmitteln besteht, eine signifikante Unterversorgung mit Magnesium aufweisen. Das Mineral Magnesium scheint also bei diesem Kollektiv nicht sehr gut verwertet werden zu können.

Ein chronischer Mangel an Magnesium kann jedoch eine ganze Reihe von Symptomen und körperlichen Leiden zur Folge haben. Störungen des Muskel- und Knochenstoffwechsels, Zuckerkrankheit, metabolisches Syndrom aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nur einige typische Zivilisationskrankheiten, welche mit einem dauerhaften Mangel an Magnesium in Verbindung gebracht werden. Auch ein Mangel an Vitamin D lässt häufig auf solche oder andere Krankheitserscheinungen schließen. Sowohl ein Mangel an Magnesium als auch an Vitamin D wirkt sich, zumindest mittel- und langfristig, fatal auf die Gesundheit aus.

Längst nicht alle Ärzte bringen jedoch die Symptome von Patienten in einen direkten Zusammenhang mit einem Mangel an Vitamin D oder Magnesium. In den USA ist der Kalzium Konsum im Vergleich zu Magnesium um das 2,5- fache gestiegen. Dieses physiologische Ungleichgewicht kann eine Gesundheitsgefährdung darstellen, denn als optimal gilt die Zufuhr von Kalzium zu Magnesium im Verhältnis 2:1. Vitamin D wird vielfach auch nur im Zusammenhang mit der Knochengesundheit dargestellt, die Wirkungen sind jedoch viel weitreichender. So ist Vitamin D beispielsweise ein Ausgangsmolekül für Hormone. Ein Mangel hat daher auch Auswirkungen auf den Hormonhaushalt. Damit der Organismus jedoch aus Vitamin D Hormone synthetisieren kann, sind wiederum Cofaktoren, unter anderem Magnesium, erforderlich.

Falsche Interpretation einer Überdosierung von Vitamin D

Bekannte Cofaktoren für eine optimale Wirkung von Vitamin D sind Magnesium, die Vitamine A und K, sowie die Spurenelemente Bor und Zink. Wird also Vitamin D isoliert eingenommen und ohne Berücksichtigung der Cofaktoren, so werden eventuell auftretende Nebenwirkungen häufig auf eine vermeintlich zu hohe Dosierung von Vitamin D zurückgeführt.

Die Symptome können jedoch auch einfach Ausdruck eines Mangels an Magnesium sein. Die Nebenwirkungen eines Magnesium Mangels können denen einer Überdosierung von Vitamin D sehr ähneln. Patienten berichten häufig von Schlafstörungen, Schmerzen am Bewegungsapparat, Kopfschmerzen, Herzrasen, innerer Unruhe oder Muskelkrämpfen. Treten diese oder andere unklare Symptome im Rahmen einer Substitution mit Vitamin D auf, sollte auch als Ursache die Möglichkeit eines Mangels an Magnesium mit in Betracht gezogen werden.

Lebensmittel als natürliche Magnesium Lieferanten

Längst nicht bei allen Menschen kann der tägliche Bedarf an Magnesium über die Ernährung sichergestellt werden. Eine Substitution mittels Nahrungsergänzung von hochwertigem Magnesium als Magnesiumcitrat ist also in vielen Fällen sinnvoll. Dennoch kann durch die Nahrungszufuhr dafür gesorgt werden, dass Mangelzustände weitgehend ausbleiben können. Mit den höchsten natürlichen Gehalt an Magnesium weisen Kürbiskerne auf, denn sie enthalten pro 100 g bis zu 532 mg des Minerals.

Alle Werte unterliegen den natürlichen Schwankungen.
Mangesiumgehalt in Lebensmittel
Pos. Lebensmittel pro 100 g Pos. Lebensmittel pro 100 g
1 Kürbiskerne 532 mg 15 Bierhefe 231 mg
2 Kakao (entölt) 495 mg 16 Buchweizen 229 mg
3 Weizenkleie 490 mg 17 Paranüsse 225 mg
4 Sonnenblumenkerne 395 mg 18 Haselnüsse 184 mg
5 Leinsamen (geschrotet) 350 mg 19 Erdnüsse 175 mg
6 Sesamsamen 347 mg 20 Hirse 162 mg
7 Weizenkeim 336 mg 21 Weizenkorn 160 mg
8 Mohn 333 mg 22 Reis (natur) 157 mg
9 Amaranth 308 mg 23 Haferflocken 137 mg
10 Chiasamen (geschrotet) 290 mg 24 Walnüsse 131 mg
11 Quinoa 277 mg 25 Grünkern 130 mg
12 Mandeln 270 mg 26 Linsen 129 mg
13 Cashewnüsse 267 mg 27 Getrocknete Bananen 110 mg
14 Melasse 258 mg 28 Datteln 51 mg

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Den täglichen Bedarf an Vitamin K über die Ernährung decken

Ebenso wie das bei Magnesium möglich ist, so lässt sich auch der Bedarf an Vitamin K grundsätzlich über die Ernährung sicherstellen. Matcha, Salbei, Basilikum oder Petersilie weisen einen besonders hohen Gehalt an Vitamin K auf und sollten wegen deren Gehalt an Vitamin K häufiger auf dem Speiseplan stehen.

Alle Werte unterliegen den natürlichen Schwankungen.
Vitamin K in Lebensmittel
Pos. Lebensmittel pro 100 g Pos. Lebensmittel pro 100 g
1 Matcha Grünteepulver 2900 µg 22 Kürbiskernöl 112 µg
2 Salbei (gemahlen) 1710 µg 23 Kopfsalat 109 µg
3 Basilikum (getrocknet) 1700 µg 24 Currypulver 100 µg
4 Petersilie (getrocknet) 1540 µg 25 Paprikapulver 80 µg
5 Spirulina Pulver 1090 µg 26 Cayennpfeffer 80 µg
6 Mangold 830 µg 27 Haferflocken 63 µg
7 Grünkohl 817 µg 28 Pistazie 60 µg
8 Chlorella 506 µg 29 Pinienkerne 54 µg
9 Spinat 494 µg 30 Hafer (ganzes Korn) 50 µg
10 Blattkohl 437 µg 31 Olivenöl 60 µg
11 Portulak 381 µg 32 Cashewnuss 26 µg
12 Schnittlauch 380 µg 33 Honig 25 µg
13 Traubenkernöl 280 µg 34 Walnussöl 15 µg
14 Brokkoli 270 µg 35 Pekannuss 10 µg
15 Kichererbsen 264 µg 36 Sonnenblumenöl 9,4 µg
16 Rucola 250 µg 37 Haselnuss 9,0 µg
17 Brunnenkresse 250 µg 38 Pflaume 8,3 µg
18 Fenchel (Blatt) 240 µg 39 Sauerkraut 7,7 µg
19 Rosenkohl 236 µg 40 Leinsamen 5,0 µg
20 Mungbohnen (trocken) 170 µg 41 Aprikose 3,3 µg
21 Linsen 123 µg      

Keine Umwandlung zu aktivem Vitamin D ohne die Anwesenheit von Magnesium

Magnesium wurde als wichtiger Cofaktor für die Bildung von aktivem Vitamin D identifiziert. Trotz einer ausreichenden Substitution mit Vitamin D kann also aufgrund des Fehlens des Cofaktors dennoch ein Mangel bestehen. Klinisch ist dies sichtbar bei Patienten, welche trotz hoher Gaben von Vitamin D keinen therapeutisch relevanten Serumspiegel aufweisen. Eine Resorptionsstörung ist in diesen Fällen jedoch selten, vielmehr ist davon auszugehen, dass ein Mangel an Magnesium vorliegt. Magnesium reguliert darüber hinaus die Transportmoleküle des Vitamin D Zyklus und ist beteiligt an der Regulation des Parathormon (Nebenschilddrüsenhormon)- und Kalzium Stoffwechsels. Vitamin D, Magnesium aber auch viele andere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bedingen sich also gegenseitig, wenn es um eine Einschleusung in den Stoffwechsel, die Bioverfügbarkeit und Wirkung in den Zellen geht.

 

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Fazit

Die althergebrachte schulmedizinische Meinung, Vitamin D diene nur der Verhinderung von Rachitis und habe ansonsten keinerlei therapeutische Relevanz, ist heutzutage überholt. Auch wenn Studien in der Vergangenheit zu dem Ergebnis gekommen sind, dass hohe Dosen von Vitamin D nicht zu einer signifikanten Verbesserung von chronischen Krankheiten führten, so kann dies eben auch ein Hinweis auf fehlende Cofaktoren wie Magnesium oder Vitamin K2 sein. Ein Serum-Bluttest kann bei länger anhaltenden und unklaren Symptomen als erste Hinweisdiagnostik darauf hinweisen, ob ein Mangel an Magnesium oder Vitamin D vorliegt. Eine Substitution mit Vitamin D, Magnesium oder anderer bislang bekannter Cofaktoren als Nahrungsergänzung sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen, um Defizite im Stoffwechsel nachhaltig auszugleichen.

 

Quellen (4)

  1. Allgrove J, "Physiology of Calcium, Phosphate, Magnesium and Vitamin D." (2015), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26138833 , 07.01.2019.
  2. Zelt JG, et al. "Magnesium Modifies the Impact of Calcitriol Treatment on Vascular Calcification in Experimental Chronic Kidney Disease." (2015), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26487689 , 07.01.2019.
  3. Rosanoff A, et al. "Essential Nutrient Interactions: Does Low or Suboptimal Magnesium Status Interact with Vitamin D and/or Calcium Status?" (2016), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26773013 , 07.01.2019.
  4. Matsuzaki H, et al. "Magnesium deficiency regulates vitamin D metabolizing enzymes and type II sodium-phosphate cotransporter mRNA expression in rats." (2013), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23816829 , 07.01.2019.
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