Gesundheit

Vitamin K der Schlüssel für Knochen und Arterien

von Vital Plattform am 30. August 2019

Vitamin K weist eine große Bedeutung für die Knochen und Arterien des Menschen auf. Diese Tatsache ist jedoch vielen nicht bekannt. Des Weiteren kommt Vitamin K in der herkömmlichen Nahrung nicht in einer ausreichenden Menge vor. Deshalb sollte auf eine ausreichende Aufnahme dieses Vitamins geachtet werden.

Vitamin K der Schlüssel für Knochen und Arterien
© Arek Socha - Pixabay

Die unbekannten Wirkungen des Vitamins K

Das Vitamin K ist ein unentbehrlicher Nährstoff für den menschlichen Körper. Außerdem steht es völlig zu Unrecht im Schatten seiner weiteren Gefährten wie Vitamin A, B, C, D und E, die mittlerweile ein hohes Ansehen beim Wissenstand der Bevölkerung genießen. Vitamin K kontrolliert die lebensnotwendige Blutgerinnung. Ferner ist es für die erfolgreiche Knochenbildung zuständig. Außerdem kann es bestimmten Krebsarten entgegenwirken oder deren Entstehen unterbinden. Vitamin K fungiert als Reinigungsmittel der Blutgefäße, da es diese sauber hält. Es verhindert eine tödliche Festsetzung des Plaques an den Arterien. Personen, die sich ein wenig dem Thema „gesunde Ernährung“ widmen, können das Vitamin K auch mit der Nahrung aufnehmen.

 

Vitamin K als Mittel gegen die tödliche Krankheit namens Arteriosklerose

Vitamin K reguliert nicht nur die Blutgerinnung, sondern beugt der Entstehung von Arterienverkalkungen vor. Des Weiteren unterstützt es die Rückbildung bereits entstandener Arterienverkalkungen. Zahlreiche Menschen wissen überhaupt nicht, wie diese lebensgefährlichen Plaque-Ablagerungen in ihren Blutgefäßen entstehen.

Die Ursachen der Plaque-Entstehung

Die Plaque-Entstehung geht unter anderem auf eine mangelhaften Ernährung zurück. Ein weiterer Übeltäter ist ein hoher Blutdruck. Die genannten Delinquenten verursachen kleine Risse an den Arterieninnenwänden, welche lediglich mit einem Mikroskop sichtbar sind. Der Körper arbeitet mit Hochtouren an der Behebung der entstandenen Schäden. Leider kann er dieser Aufgabe nicht nachkommen, wenn ihm die Vitamine C und E fehlen. Er arbeitet fieberhaft an einer Notlösung, um die lebensgefährlichen Risse zu reparieren oder zu stopfen. Dazu nutzt der menschliche Organismus einen bestimmten Stoff, der sich LDL-Cholesterin nennt. Dieses zieht Calcium und andere Stoffe gleichermaßen aus dem Blut, um die entstandenen Risse zu beheben. Die auf diese Weise entstandenen Kalkablagerungen nennen sich Plaque-Ablagerungen. Ihre Lösung von den Blutgefäßen kann entweder einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall mit einer tödlichen Folge auslösen.

Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit von Vitamin K 2 hinsichtlich der Plaque-Vorbeugung bestätigt

Zahlreiche Wissenschaftsstudien haben die Funktion von Vitamin K im Hinblick auf die Plaque-Reduzierung bestätigt. Die wissenschaftlichen Artikel der Fachzeitung namens Atherosclerosis belegen, dass eine Ernährung, die eine hohe Menge an Vitamin K 2 enthält, die Plaque-Entstehung um ein Vielfaches verringert. An der Studie nahmen 564 Personen teil, die diesen Effekt bestätigen konnten.

Eine bekannte Studie, die sich Rotterdam-Herz-Studie nennt, bekräftigte in einem festgelegten Zeitraum, der sich auf zehn Jahre belief, den Zusammenhang zwischen Vitamin K 2 und einem geringen Anteil an Calcium-Ablagerungen. Dieses positive Ergebnis geht auf eine vitaminreiche K-2-Ernährung zurück. Das Experiment bestätigte die lebensverlängernde Wirkung des natürlichen Vitamins K 2. Es senkt definitiv das Entstehungsrisiko von Arteriosklerose und weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen um stolze 50 Prozent.

Vitamin K 2 löst bereits entstandene Verkalkungen

Eine weitere Studie offenbarte die Umkehrwirkung des Vitamins K 2. Es kann Verkalkungen lösen. Bei diesem Experiment hielten Ratten als Versuchsobjekte hin. Forscher versorgten die Tiere mit Warfarin, um auf diese Weise eine Arterienverkalkung zu provozieren. Der genannte Stoff fungiert als Vitamin-K-Antagonist. Es wirkt einer effektiven Blutgerinnung entgegen. Warfarin befindet sich in Antikoagulantien (Gerinnungshemmer). Der Wirkstoff ist in zahlreichen synthetischen Arzneimitteln, welche die Bevölkerung als Blutverdünner bezeichnen, enthalten. Die Regel, dass chemische Medikamente mit einer Nebenwirkung, die analog zu deren Wirkung verbunden sind, kennen überwiegend Personen aus dem medizinischen Fachgebiet. Der normale Bürger ist sich nicht darüber im Klaren, dass seine täglichen Blutverdünner gleichermaßen Arteriosklerose und Osteoporose verursachen können. Das liegt an der effektiven Arbeit der Antikoagulantien, welche das Vitamin K an seiner Arbeit bezüglich der Calcium-Regulation behindern. Während des durchgeführten Experiments verabreichten die Forscher den mittlerweile an Arteriosklerose erkrankten Tieren ein Vitamin-K2-haltiges Futter, wohingegen die anderen Teilnehmer weiterhin eine gewöhnliche Nahrung bekamen. Der Vergleich bestätigte den Rückgang der Arteriosklerose um satte 50 Prozent.

Die Knochen sind auf das Vitamin K angewiesen

Bei der Mehrheit der gesundheitsbewussten Menschen ist mittlerweile die Information durchgedrungen, dass starke Knochen auf Calcium und Vitamin D angewiesen sind. Viele wissen jedoch nicht, wie essenziell das Vitamin K für einen guten Knochenaufbau ist. Es liefert sowohl den Knochen als auch den Zähnen das notwendige Calcium aus dem Blut und kurbelt ein bestimmtes Protein, welches den Knochenaufbau fördert, an. Der notwendige Stoff heißt Osteocalcin. Er bindet mithilfe des Vitamins K Calcium und transportiert es anschließend in die Knochen.

Vitamin K 2 zeigt Wirkung im Kampf gegen Osteoporose

Im Jahre 2005 führten Experten eine umfangreiche Studie im Zusammenhang zwischen Vitamin K 2 und Osteoporose durch. Die Forscher bewiesen, dass ältere Damen häufiger Knochenbrüche erleiden, wenn sie unter einem chronischen Vitamin-K2-Mangel leiden. Dieser Zusammenhang geht vor allem auf eine äußerst geringe Knochendichte zurück. Ein weiteres Experiment bewies, dass ein durch Osteoporose initiierter Knochenschwund mit einer täglichen Vitamin-K-2-Zufuhr im Wert von 45 Milligramm bekämpft werden konnte. Des Weiteren verzeichneten die Verantwortlichen eine Anregung der Knochenbildung.

Der notwendige Tagesbedarf an Vitamin K

Laut Ernährungsexperten sollten Frauen eine tägliche Vitamin-K-Zufuhr im Wert von 65µg praktizieren, wohingegen Männer den Nährstoff in Höhe von 80µg zuführen sollten. Bei den erwähnten Mengen handelt es sich jedoch um ein absolutes Minimum, welches eine erfolgreiche Aufrechterhaltung der Blutgerinnung sichern soll. Mediziner weisen auf die weiteren Aufgaben des Vitamins K hin. Experten behaupten, dass hohe Mengen an Vitamin K in einer natürlichen Form dem menschlichen Organismus keinen Schaden zufügen. Die nachfolgende Tabelle liefert einen Überblick über den Vitamin K Gehalt je 100 Gramm des jeweiligen Lebensmittels.

Alle Werte unterliegen den natürlichen Schwankungen.
Vitamin K in Lebensmittel
Pos. Lebensmittel pro 100 g Pos. Lebensmittel pro 100 g
1 Matcha Grünteepulver 2900 µg 22 Kürbiskernöl 112 µg
2 Salbei (gemahlen) 1710 µg 23 Kopfsalat 109 µg
3 Basilikum (getrocknet) 1700 µg 24 Currypulver 100 µg
4 Petersilie (getrocknet) 1540 µg 25 Paprikapulver 80 µg
5 Spirulina Pulver 1090 µg 26 Cayennpfeffer 80 µg
6 Mangold 830 µg 27 Haferflocken 63 µg
7 Grünkohl 817 µg 28 Pistazie 60 µg
8 Chlorella 506 µg 29 Pinienkerne 54 µg
9 Spinat 494 µg 30 Hafer (ganzes Korn) 50 µg
10 Blattkohl 437 µg 31 Olivenöl 60 µg
11 Portulak 381 µg 32 Cashewnuss 26 µg
12 Schnittlauch 380 µg 33 Honig 25 µg
13 Traubenkernöl 280 µg 34 Walnussöl 15 µg
14 Brokkoli 270 µg 35 Pekannuss 10 µg
15 Kichererbsen 264 µg 36 Sonnenblumenöl 9,4 µg
16 Rucola 250 µg 37 Haselnuss 9,0 µg
17 Brunnenkresse 250 µg 38 Pflaume 8,3 µg
18 Fenchel (Blatt) 240 µg 39 Sauerkraut 7,7 µg
19 Rosenkohl 236 µg 40 Leinsamen 5,0 µg
20 Mungbohnen (trocken) 170 µg 41 Aprikose 3,3 µg
21 Linsen 123 µg      

MK7 – der Unterschied von cis und all-trans

Momentan fungiert Vitamin K 2 MK7 als effektivste Form des Vitamins K 2. Das liegt an der am höchsten verzeichneten Bioverfügbarkeit. Des Weiteren ist es im Hinblick auf die Blutzirkulation am ausdauerndsten. Die Konsumenten profitieren von der nachhaltigen Wirkung des Vitamins K. Experten warnen jedoch vor der Unkenntnis der Nutzer. Sie klären auf und verweisen die Individuen auf die Existenz von zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen. Diese gliedern sich in cis- und trans-Isomere. Sie sind zwar chemisch identisch, weisen jedoch in ihrem geometrischen Molekülaufbau erhebliche Differenzen auf.

Der menschliche Organismus ist in der Lage, lediglich die trans-Isomere zu nutzen. Die Vitamin K 2 MK7 cis-Form ist für den Körper unbrauchbar. Die Vitamin K Moleküle können ihrer Aufgabe nur nachkommen, wenn sie in der Zellmembran an die Helix mit den zwei Enzymen namens Gamma-Glutamylcarboxylase sowie Vitamin-K-Epoxid-Reduktase andocken. Die genannte Helix gleicht optisch einer Tasche. Ein bestimmter Naphtoquinon-Ring, der zu den trans-Formen des Vitamins K gehört, hat eine Form, die haargenau die Enzym-Helix ausfüllt. Im Jahre 2011 belegten Wissenschaftler diesen Sachverhalt mithilfe einer umfangreichen Studie.

Hochwertige Vitamin K2 MK7 Präparate verfügen über einen cis-Anteil in Höhe von 0 bis 2 Prozent. Produkte, die eine minderwertige Qualität aufweisen, besitzen einen Anteil im Wert von 74 Prozent. Ein norwegisches Speziallabor hat diesen Sachverhalt in zahlreichen Testversuchen bestätigt. Da das Vitamin K immer noch im Schatten seiner Nährstoffgenossen steht, existiert kein gesetzlicher Rahmen, der die Verfügbarkeit von hochwertigen Vitamin K Präparaten sichert. Aus diesem Grund sollten Konsumenten bei Vitamin K 2 MK7 Produkten auf einen hohen trans-Anteil Rücksicht nehmen. Präparate, die über einen Anteil im Wert von mehr als 98 Prozent verfügen, nennen sich all-trans. Diese Auszeichnung fungiert als wichtiger Indiz für ein qualitativ hochwertiges Vitamin K 2 Produkt.

Natürliche oder synthetische Vitamin K 2 MK7 Produkte?

Momentan existieren auf dem Markt zwei verschiedene Methoden, die das Produzieren des Vitamins K 2 MK7 ermöglichen. Sie gliedern sich in die Fermentation aus Soja sowie Bakterien-Kulturen (Natto) und die organische Synthese aus Blumen-Ölen. Beide Vorgehensweisen produzieren identische Moleküle. Die Verfahren zeigen keinerlei Differenzen in ihrer Wirkung auf. Sowohl die künstlichen als auch die biologischen Moleküle gleichen einander zu 100 Prozent. Hersteller nennen das Vitamin K 2 Präparat, welches sie mithilfe der Natto-Methode gewinnen „natürliches Vitamin K 2“. Die andere Herstellungsmethode verwendet jedoch gleichermaßen natürliche Rohstoffe. Außerdem nutzen beide Vorgehensweisen eine moderne Labortechnik. Sowohl die synthetische als auch die natürliche Herstellungsmethode kann geringe Anteile von cis-Formen enthalten. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Bezeichnung „100 Prozent all-trans.“ Die Preisunterschiede der beiden Gewinnungsmethoden sind minimal.

Vitamin K 2 aus einer organischen Synthese

Die Blumen, welche für die organische Produktion des Vitamins K 2 verantwortlich sind, nennen sich Geraniol und Citronella. Wenn die Öle der Pflanzen eine Verbindung eingehen, produzieren sie das Vitamin K 2 MK7 Molekül. Die Hersteller bauen auf diese Weise das Vitamin K 2 aus zwei Molekülen, die sich in ihrer Zusammensetzung sehr ähneln, zusammen. Die Produzenten nutzen dabei ähnliche Extraktionsmethoden. Das Ergebnis liefert anschließend ein reines und kristallines all-trans Vitamin K 2 in einer Konzentration im Wert von stolzen 100 Prozent.

 

 

Quellen (10)

  1. Beulens JW et al., "High dietary menaquinone intake is associated with reduced coronary calcification." (2009), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18722618 , 30.01.2019.
  2. Geleijnse JM et al., "Dietary intake of menaquinone is associated with a reduced risk of coronary heart disease: the Rotterdam Study." (2004), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15514282 , 30.01.2019.
  3. Schurgers LJ et al., "Regression of warfarin-induced medial elastocalcinosis by high intake of vitamin K in rats." (2007), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17138823 , 30.01.2019
  4. Plaza SM et al., "Vitamin K2 in bone metabolism and osteoporosis." (2005), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15771560?dopt=Abstract , 30.01.2019.
  5. Prabhoo R et al., "Vitamin K2: a novel therapy for osteoporosis." (2010), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21114195 , 30.01.2019.
  6. Wu S et al., "A hetero-dimer model for concerted action of vitamin K carboxylase and vitamin K reductase in vitamin K cycle." (2011), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21453708 , 30.01.2019.
  7. Joyce C McCann et al., "Vitamin K, an example of triage theory: is micronutrient inadequacy linked to diseases of aging?" (2009), https://academic.oup.com/ajcn/article/90/4/889/4597018 , 30.01.2019.
  8. Schurgers LJ et al., "Role of vitamin K and vitamin K-dependent proteins in vascular calcification." (2001), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11374034 , 30.01.2019.
  9. Toshiro Sato et al., "Comparison of menaquinone-4 and menaquinone-7 bioavailability in healthy women" (2012), https://nutritionj.biomedcentral.com/articles/10.1186/1475-2891-11-93 , 30.01.2019.
  10. Lowenthal J et al., "Comparison of the activity of the cis and trans isomer of vitamin K1 in vitamin K-deficient and coumarin anticoagulant-pretreated rats." (1979), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/439009 , 30.01.2019.
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